KurdAid, Unterstützung für soziale Projekte in Kurdistan
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Der Start


In den ersten drei Jahren unserer Tätigkeit (2004-2006) unterstützen wir ein privates Kinderheim für Strassenkinder und –jugendliche in der Provinzhauptstadt Sanandaj. Im Heim waren dazumal 15 Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 18. Wir haben dem Heim unter anderem einen Personenwagen zum Transport der Kinder sowie weitere Anschaffungen wie beispielsweise Kajütenbetten, Tiefkühlschränke, Computer und Drucker besorgt und ihnen auch bei der Miete unter die Arme gegriffen. Das Heim wurde in 2006 aufgelöst.

In der gleichen Zeitperiode unterstützten wir eine Tetraplegikerin. Sie war damals Mitte dreissig und eines von 14 Kindern ihrer Familie. Die meiste Zeit lag sie auf dem Rücken im Bett in der bescheidenen Behausung der Familie. Wir haben ihr unter anderem ein Laptop zur Verfügung gestellt. Wir besorgten ihr ferner einen Fernseher, der ihr quasi als Fenster zur Aussenwelt diente. Um die finanzielle Belastung der Familie zu erleichtern und auch den Schwestern von Hati eine Einkommensmöglichkeit zu bieten, besorgten wir den Schwestern eine Nähmaschine. Sie hat mit der Zeit einige Bänder Geschichten geschrieben.

Empowerment von Frauen und Unterstützung in der Bildung


Seit 2006 setzen wir uns gezielt dafür ein, benachteiligten Frauen in Kurdistan eine Einkommensperspektive zu ermöglichen, indem wir ihnen eine Ausbildung im Nähen oder Teppich-knüpfen finanzieren und ihnen danach eine Starthilfe (Nähmaschine, Teppichgerüst, Kredit, etc.) gewähren. Die Ausbildungen finden in verschiedenen Städten und Dörfern statt. Einige der Frauen haben sich selbständig gemacht und einige gar Arbeitsplätze geschaffen.

Ferner haben wir Kindern aus finanzschwachen Familien für ihre Schulbildung sowie Studentinnen für ihr Studium finanziell unter die Arme gegriffen. Die Studentinnen haben im Gegenzug eine soziale Gegenleistung erbracht, indem sie finanzschwachen Frauen ein Handwerk beigebracht und Schulkindern Hilfsunterricht geleistet haben.


Bis Ende 2017 haben gut 800 Personen von einer Ausbildung bzw. von einem Stipendium oder einem Spendekorb (mit Schulmaterial) profitiert.

Empowerment, der Start

In Mai 2006 stellten wir in Zusammenarbeit mit einem anssäigen Frauenverein in der Provinzhauptstadt Sanandaj eine Lehrwerkstatt auf die Beine.

In drei Jahren absolvierten 62 Praktikantinnen in der Lehrwerkstatt eine sechsmonatige Ausbildung, von denen 31 die Abschlussprüfung des Arbeitsamtes bestanden, was angesichts der schwierigen Lebensumstände der Praktikantinnen eine sehr erfreuliche Nachricht war.

Einige der Absolventinnen konnten mit unserer finanziellen Unterstützung ihr eigenes Projekt auf die Beine stellen und arbeiten entweder bei sich zu Hause oder im eigenen Nähatelier.

Nicht so erfreulich war, dass wir die Werkstatt auf Grund etlicher Schwierigkeiten dicht machen mussten. Dennoch gaben wir nicht auf, wir liessen die Frauen in einem privaten Ausbildungsinstitut (PAI), geleitet von einer kompetenten Frau, ausbilden. In unserem Auftrag sind dort viele Praktikantinnen im Nähen und im Teppich-Knüpfen ausgebildet worden.

Mit der Zeit haben sich mehrere Frauen verselbständigt, sei es in der Stadt oder sei es im Dorf, und einige haben gar Arbeitsplätze geschaffen.


 

Unterstützung in der Bildung


Zur Unterstützung in der Bildung haben wir finanzschwachen Studentinnen ein Stipendium gewährt und Schulkindern Schulmaterial und ggf. Kleider zur Verfügung gestellt (in einem sog. Spendenkorb). Die Studentinnen haben im Gegenzug eine soziale Gegenleistung erbracht, indem sie finanzschwachen Frauen ein Handwerk beigebracht und Kindern Hilfsunterricht geleistet haben.

Frauen- und Behindertenvereine und Hilfswerke

Wir unterstützten ferner in verschiedenen Städten (wie in Sanandaj, Mahabad, Bukan, Saqez, Diwandara, Bana, Mariwan und Dehgolan) Frauen- und Behindertenvereine sowie Hilfswerke. In Zusammenarbeit mit ihnen haben wir eine Lehrwerkstatt oder eine Produktionsstätte auf die Beine gestellt, wo ihre Schützlinge ein Handwerk erlernen bzw. ein Einkommen erzielen können.


Nähe-Ausbildung in den Dörfern


Zur Förderung der Selbständigkeit der Frauen in den Dörfern nützen wir die Ressourcen vor Ort: Wir lassen eine von ihnen in der Stadt ausbilden, sie stellt nachher ihr erworbenes Know-how anderen Frauen in einer Dorfschul-Nähklasse zur Verfügung und wird dafür unsererseits entschädigt.